VI. Susanne Wicht schreibt einen Brief an eine Freundin und berichtet von ihrer Reise


VII. Zur Diskussion

1. Wie können sich bestimmte Verhaltensweisen zu Moden entwickeln?

2. Suchen junge Leute immer Abenteuer, und verändern sich nur die Formen?


&


„Die ganze Zeit nur schönes Wetter, kein Knast, keine Krankheit - das dürfen wir zu Hause gar keinem erzählen"

Zeichnung: Erich Rauschenbach



 

LVJochen Hindelang

Erwartungen vor der großen Fahrt

„Zwei Monate nach Ostafrika - was willst du dort eigentlich machen?", werde ich fast immer gefragt, wenn ich jemandem von meinem Plan erzähle. Um meine Motivation zu erklären, 5 möchte ich erst beschreiben, wie sich dieses Vorhaben entwickelt hat. Als ich auf der Schule war, habe ich mir oft vorgenommen, nach meinem Abitur nicht gleich auf die nächste Lehranstalt, sprich Uni,

10 zu gehen, sondern erst einmal die Chance zu nützen, eine große Reise machen zu können, um etwas ganz anderes kennenzulernen und frei zu sein von allen Alltagsverpflichtungen. Verstärkt hatte sich der Wunsch dadurch, daß

15 ich einiges über Entwicklungsländer gelesen, gesehen und gehört habe, Reiseberichte, wie auch Berichte über die Schwierigkeiten, mit denen die Entwicklungsländer zu kämpfen ha­ben. In vielen Gesprächen und Diskussionen

20 hörte ich völlig verschiedene Ansichten. Aber irgendwie ließ es mich unbefriedigt, mich nur theoretisch damit auseinanderzusetzen. Ich wollte selbst einmal kennenlernen, wie es in diesen Ländern wirklich aussieht, vor allem,

25 wie die Menschen dort leben.

Warum ich aus den vielen fernen Ländern ge­rade Ostafrika als mein Reiseziel auswählte, hat viele Gründe. In Ostafrika wird neben der Landessprache

30 auch Englisch gesprochen, die einzige Fremd­sprache, in der ich mich einigermaßen verstän-


 

digen kann. Auf dem Land werde ich wohl trotzdem leichte Sprachschwierigkeiten haben. Zudem reizt es mich sehr, die dortige Natur und den Wildreichtum zu erleben. Es muß un­beschreiblich schön sein, durch die Savannen-und Buschlandschaften zu streifen, Tiere, die man ansonsten nur im Fernsehen oder im Zoo beäugen kann, in ihrem natürlichen Lebens­raum zu beobachten, oder an einem bizarren Riff entlang zu Schnorcheln. Wenn ich viel Glück habe, treffe ich vielleicht auch irgendwo eine zoologische Forschungsgruppe, die in ei­nem Dorf gerade Vorräte besorgt, und die man dann ja schließlich ansprechen könnte. Da ich auch sehr stark politisch interessiert bin, möch­te ich in jedem Fall Tansania und Kenia besu­chen. Ich bin unheimlich neugierig, wie sich die beiden Nachbarstaaten unter völlig verschiede­nen Regierungsformen entwickelt haben und mit ihren Problemen fertig werden. Eine Rolle bei meiner Wahl spielte natürlich auch, daß ich ein Land besuchen wollte, wo ich nicht fürchten muß, einen Kopf kürzer zu wer­den, was beispielsweise in Uganda leicht der Fall sein könnte. Kenia und Tansania haben zudem ein Klima, das für Europäer noch rela­tiv erträglich ist.

Zu guter Letzt möchte ich etwas davon spüren, wie sich der Tourismus für ein Land der , ^rit­ten Welt" auswirkt.


Aus: Bergmann/Hammann/Ockenfuß(Hg.),,Abhauen", Sachbuch 7404, © 1981 by Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbekb, Hamburg

HA I. Lesen Sie den Text genau durch, schlagen Sie die unbekannten Wörter nach und unterstreichen Sie:

1. Welche allgemeinen Motive für sein Vorhaben gibt der Autor an? (Zeile 7 bis 25)

2. Aus welchen besonderen Gründen fiel seine Wahl gerade auf Ostafrika? (Zeile 26 bis 61)

II. Notieren Sie in Stichwörtern alle Aspekte, für die sich der Autor interessiert.

(Geben Sie auch die Zeile an, auf die sich das jeweilige Stichwort bezieht.)

III. Fragen zum Verständnis

1. Warum beschreibt der Autor zuerst, wie sich sein Plan entwickelt hat?

2. Welche Chance sieht er in einer großen Reise?

3. Woher stammen seine Informationen über Entwicklungsländer?


7

4. Warum wollte er mehr als eine theoretische Auseinandersetzung?

5. Wie stellt er sich die sprachliche Veränderung vor?

6. Wie möchte er die Natur erleben?

7. Was interessiert ihn besonders an Tansania und Kenia?

8. Warum hat er beispielsweise nicht Uganda gewählt?

IV. Ergänzen Sie die Hauptsätze durch Nebensätze mit „wie", bzw. Inf. + zu, so daß korrekte Aussagen entstehen:

Beispiele: a) Er möchte gern wissen, wie die Leute dort leben. b) Er hat den festen Plan, nach Afrika zu reisen.

1. Er versuchte zu beschreiben,

2. Es ließ ihn unbefriedigt,

3. Er hatte sich vorgenommen,

4. Es muß sehr schön sein,

5. Er wollte im Land selbst sehen,

6. Es reizt ihn besonders,

7. Erwarsehr neugierig,

8. Er braucht nicht zu befürchten,

9. Er hatte schon lange den Wunsch, 10. Er möchte gern spüren,

 

a) durch die weiten Savannen zu streifen.

b) wie die Nachbarstaaten mit ihren Problemen fertig werden.

c) sich nur in der Theorie damit auseinanderzusetzen.

d) Tiere in ihrer natürlichen Umwelt zu beobachten.

e) die Gelegenheit zwischen Abitur und Uni zu nützen.

f) wie sich zwei Länder mit verschiedenen politischen Systemen entwickelt haben.

g) eine große Reise zu unternehmen.

h) wie die Menschen in diesen Ländern leben.

i) wie sich der Tourismus in der Dritten Welt auswirkt.

j) die Natur und den Wildreichtum zu erleben.

k) einen Kopf kürzer zu werden.

I) an einem Riff entlang zu Schnorcheln.

m) wie die Realität in diesen Ländern aussieht.

n) von allen Alltagsverpflichtungen frei zu sein.

o) wie sich die Idee zu diesem Projekt entwickelt hat.

V. Machen Sie sich zu folgenden Punkten Notizen und diskutieren Sie Ihre Meinung mit anderen Partnern:

1. Mit welchen Schwierigkeiten haben Entwicklungsländer zu kämpfen? Geben Sie Bei­spiele und nennen Sie Gründe.

2. Vergleichen Sie, wie verschiedene politische Systeme ihre Probleme verschieden zu lösen versuchen. Führen Sie Beispiele an.

3. Wie wirkt sich der Tourismus in Ländern der Dritten Welt aus? Welche Vorteile, bzw. welche Nachteile bringt er und welche Folgen hat er?


VI. Planspiel

Diskutieren Sie Projekte für eine Studienreise in ein fernes, fremdes Land, das sie kennen­lernen möchten. Planen Sie verschiedene Alternativen. Notieren Sie die wichtigsten Bedin­gungen, Möglichkeiten, Ziele: z. B.

verfügbare Zeit, Kosten, Transportmittel, Vorbereitung durch Lektüre, Kontakte usw., Inter­essen/Ziele: Landschaft, Menschen, Traditionen, zeitlicher Ablauf: wo? wie lange? usw.


Hasso R.

Freizeit


 


Hören Sie den Text und kreuzen Sie an, was richtig ist:

Der Mann ist in seiner Freizeit a) sehr aktiv

b) uninteressiert

c) faul und bequem

d) müde und erschöpft

Von welchen Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen, spricht der Mann?

D Musik hören D im Bus spazierenfahren

D Schlafen D Wandern

D Fernsehen D ins Ausland reisen

D neue Menschen kennenlernen D Sport treiben

D Kinobesuchen D zu Hausarbeiten

II. Hören Sie den Text noch einmal und verbinden Sie die Sätze, die zusammengehören:


1. Abends ist er kaputt und ausgelaugt, 2. Beim Aufstehen ist er immer müde,

a) weil er nicht gern in der Kälte wartet.

b) weil er es sich eigentlich nicht leisten
- kann.

3. Er bleibt lieber zu Hause vor dem Fern- c) weil am Montag ja wieder die harte Ar-seher, beit beginnt.

4. Er fühlt sich als neuer Mensch, d) aber die Vorbereitungen sind ihm zu auf-

wendig.

5. Er unternimmt nicht viel, e) weil er nicht gut schlafen kann.

6. Ergeht nicht gern ins Kino, f) weil er hart anpacken muß.

7. Wer meint, daß Sport frei macht, g) aber er hat Angst vor der Rückkehr.

8. Das Wochenende ist am schlimmsten h) weil er da in Ruhe sein Bier trinken kann, für ihn,

9. Es hat keinen Sinn, am Sonntag rauszu- i) der belügt sich nur selbst, fahren

 

10. Er würde schon gern mit Kumpels Ur- j) wenn er sich umgezogen und geduscht laub machen, hat.

11. Ein Urlaub in Spanien oder Portugal k) weil er nicht weiß, wie er die Zeit tot­würde ihm gefallen, schlagen soll.

12. Als Kind war er mit der Familie in Ur- I) wenn er es sich zu Hause gemütlich laub macht.

m) weil das einfach nicht stimmt.

n) und tigerte durch die Wälder des Harz.


III. Rollenspiel: Suchen Sie sich einen Partner. Schlagen Sie ihm ein interessantes Pro­gramm vor. Überzeugen Sie ihn, obwohl er wenig Lust hat. Notieren Sie sich Argu­mente:

Vorschläge: Argumente:

ein Bummel durch Kneipen Arbeit vergessen/abschalten

ein Ausflug ins Grüne Spaß und Lachen

eine Sportveranstaltung neue Gesichter/andere Menschen

ein Konzert besuchen Abwechslung nötig

Tanzen gehen etwas dazulernen/seinen Horizont erwei-

eine Ausstellung tern

ein Volksfest besuchen neue Anregungen/Erfahrungen

zum Flohmarkt gehen frische Luft/Bewegung

nicht versauern


o-c


T^t 4)// -Nr-^iv

Zeichnung: Ernst Hürlimann


 


IV.

Wie heißen folgende Sätze in der Umgangssprache?

(Umschreibung mit „tun")

в) b) \ 2. 3.

Beispiele:
Ich unternehme nicht viel. = Groß was unternehmen tue ich nicht.

Ich gehe nicht oft hin. = oft hingehen fue ich nicht.

 

Ich frage nicht viel.

Es schmeckt nicht besonders.

Er entschuldigt sich nicht lange.

Wir verdienen nicht viel dabei.

Er raucht bestimmt nicht sehr stark.

Ich arbeite nicht viel für die Prüfung.

Wir gehen nicht oft aus.

Das bringt leider nicht viel.

Er denkt sich nicht viel dabei.


BT2Winfried Hammann

Wir Exoten

An der Autobahnauffahrt Bad Nauheim: Zwei Tramperinnen. Eine medizinisch-technische Assistentin, zur Zeit arbeitslos, und eine Stu­dentin, die über den zweiten Bildungsweg an 5 die Universität gelangt war. Auf dem Armatu­renbrett sehen sie die Zeichnung zum Um­schlag dieses Buches liegen und sagen mir, daß auch sie gerade dabei wären, abzuhauen. Sie suchen Adressen in Frankfurt, wo man Nä-

10 heres über Selbsterfahrungsgruppen erfahren kann.

„Es gibt Hunderte", antworte ich, „kauft euch ein paar Stadtzeitungen und die Rundschau vom Samstag, Rubrik Verschiedenes, mehr

15 weiß ich euch auch nicht zu sagen."

„Wir sind offen für alles", sagen sie, „ver­stehst du?"

Mein müdes Lächeln ist dürftig. „Ein wahnsinniges Gefühl, aufzubrechen,

20 meinst du nicht? Wir wollen unsere Haut wech­seln."

„Ausland?" frage ich. „Wahrscheinlich. Hier ist alles falsch." Ich widerspreche nicht.

25 „Und woanders?"

Aus: Bergmann/Hammann/Ockenfuß: „Abhauen", Sachbuch 7404,


„Anders!" antworten sie mit einer Überzeugt-heit in ihren Stimmen, die mich für einen Mo­ment verwirren und glauben lassen, daß sie den Sprung schaffen könnten. „Und wohin jetzt?"

„Nach Sachsenhausen, in die Schulstraße. Dort soll es so eine Gruppe geben, die Thera­pie macht."

„Wo in Sachsenhausen?" „Wissen wir nicht. Wir kennen Frankfurt nicht. Wollen uns erst mal erkundigen und su­chen nach ein paar Esoterikern wie wir." Esoteriker - das Wort ist wie ein Erkennungssi­gnal in ihrem Mund: Verbotenes, geheimnis­volles Land betreten, nach verborgenen Bot­schaften suchen, ins Unaussprechbare vor­dringen.

„Wir kennen auch Leute, die jahrelang poli­tisch aktiv gewesen waren, aber die haben auch erkannt, daß sie an den mächtigen Systemen nichts ändern können und daß sie vielmehr dar­an kaputtgehen, wenn sie nicht aussteigen und abhauen. Das Gefühl, als lebendiger Leichnam in deine alte Haut eingenäht zu werden, weißt du."

© 1981 by Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek b. Hamburg


I. Lesen Sie den Text aufmerksam durch und schlagen Sie unbekannte Wörter nach.


II. Welche Sätze sagen inhaltlich das Gleiche aus?

Wir lehnen nichts von vornherein ab. Wir möchten ein ganz neues Leben be­ginnen. Unsere Seele wird hier zerstört.

1. Wir sind für alles offen. a) Wir gehen fort von hier.

2. Wir schaffen den Sprung. b) Uns gelingt ein neuer Anfang

3. Wir wollen unsere Haut wechseln. c)

4. Hier gehen wir kaputt. d)

5. Wir hauen ab.

e)


III.

Zum Verständnis

1. Wer hält den Autor dieses Textes an der Autobahnauffahrt Bad Nauheim an?

2. Wohin wollen die beiden Mädchen?

3. Welche Pläne haben sie?

4. Was erhoffen sie sich vom Ausland?

5. Warum wollen sie „aussteigen"?

6. Welches Gefühl haben sie im Augenblick?

7. Was verstehen Sie unter „Esoteriker"?

8. Was für Therapiegruppen sind das wohl, die die beiden suchen?


IV. Drücken Sie den Inhalt der folgenden Sätze anders aus, indem Sie die angegebenen Wörter und Wendungen benutzen. Setzen Sie begonnene Sätze fort:

I.Sie suchen Adressen in Frankfurt, wo man Näheres über Selbsterfahrungsgruppen erfahren kann.

a) auf der Suche sein

b) Einzelheiten

c) nähere Informationen

d) sich erkundigen nach

2. „Kauft euch die Rundschau vom Samstag, Rubrik Verschiedenes, mehr weiß ich euch
nicht zu sagen."

a) die Samstagsausgabe

b) nachsehen unter

3. „Anders!" antworten sie mit einer Uberzeugtheit in ihren Stimmen, die mich für einen
Moment verwirren und glauben lassen, daß sie den Sprung schaffen könnten.

a) Überzeugung

b) „Anders!" antworten sie und ihre Stimmen . . ., daß ich ...

c) gelingen

4. Dort soll es so eine Gruppe geben, die Therapie macht.

a) wir haben gehört,.. .

b) man sagt,...

c) dort soll es, wie ...

d) Therapiegruppe

5. Aber die Leute haben auch erkannt, daß sie an den mächtigen Systemen nichts ändern
können.

a) klar sein

b) zu der Überzeugung kommen/gelangen

c) daß die mächtigen Systeme

d) daß sich die mächtigen Systeme

e) daß an den mächtigen Systemen

f) veränderbar

V. Stellen Sie zu den folgenden Aussagen so viele Fragen wie möglich:

Beispiel: Wir möchten nach Sachsenhausen.

Was wollt ihr denn in Sachsenhausen?

Wo liegt denn Sachsenhausen?

Ist das nicht ein Vorort von Frankfurt?

Ist Sachsenhausen nicht für seinen Apfelwein bekannt?

Wie lange wollt ihr denn dort bleiben?

usw.

1. Man kann das Abitur leicht über den zweiten Bildungsweg nachholen.

2. Im Ausland ist alles besser.

3. Wir raten allen unseren Freunden, auszusteigen und abzuhauen.

4. An den mächtigen Systemen kann man ja doch nichts ändern.

5. Wir sind Esoteriker und möchten ins Unaussprechbare vordringen.


VI. ZurDiskussion

Was ist Ihrer Ansicht nach der Grund dafür, daß so viele junge Deutsche nicht mehr mit ihrem Leben zufrieden sind und entweder aus dieser Gesellschaft aussteigen oder „woanders" ihr Glück versuchen?

VII. Setzen Sie den folgenden Dialog fort:

(Personalformen beachten)
A: Hallo, Jungs! Wie kommt man denn hier am schnellsten nach Sachsenhausen?
B: Da müßt ihr da vorne über die Brücke gehen. Auf der andern Mainseite, das ist Sachsen­
hausen. Was wollt ihr denn da?
A: Ja, wißt ihr, wir suchen ein paar Adressen...........

Wie die Deutschen Urlaub machen



Womit sie reisen

Hotel, Pension, Gasthof Verwandte, Bekannte Privatzimmer Ferienhaus u.a. Campingplatz sonstiges 8

Auto

Bahn Flugzeug Bus sonstiges 3

 


 


Reiseunternehmen setzen weiter auf Wachstum Über 1300 Aussteller treffen sich in Berlin zur Internationalen Tourismus-Börse

Berlin (dpa). Trotz Konjunkturflaute in Indu­striestaaten und Wirtschaftsproblemen der Entwicklungsländer ist die Tourismus-Branche international weiter auf Expansionskurs, auch wenn vielfach die Zuwachsraten bescheidener ausfallen und vereinzelt Einbußen in Kauf ge-


nommen werden müssen. Von den verstärkten Anstrengungen vieler Staaten, ihre Kassen mit Einnahmen aus dem Reisegeschäft aufzufüllen, profitiert erneut die Internationale Tourismus-Börse ITB vom 27. Februar bis 5. März in Berlin.



 


Der weltweit bedeutendste Treff für Fachleute staatlicher und privater Reiseorganisatio­nen, Fluglinien, Hotelgesell­schaften und Busunternehmen lockt dieses Mal über 1300 (Vorjahr 1217) Direktausstel­ler aus rund 110 Ländern.


Trotz dieses stolzen Melde-Er-lOgebnisses ,,sind Zuwachsraten auch in der Zukunft noch mög­lich", meint der Pressechef der Berliner Ausstellungsgesell­schaft AMK, Groß. „Schließ-15 lieh beträgt die Zahl der Mit­gliedsstaaten bei der UNO


über 150," Nach seinen Wor­ten verstärken alle Länder ihre Informations- und Werbemaß­nahmen in diesem Jahr beson­ders stark, um nicht beim im­mer härteren Wettbewerb um Aufträge und Touristen an Bo­den zu verlieren.




25 Um den Wünschen der Anbie ter nach Kontakt mit dem pri vaten Publikum gerecht zu werden, wird diesmal auf Fachbesucherhallen, die nicht

30 für jedermann zugänglich sind, verzichtet. Allerdings ist die ITB keine Buchungsmesse für das private Publikum, sondern Kontakt- und Orderpunkt für

35 die Fachleute.

Besonders die heimischen Ur­laubsgebiete haben sich einiges vorgenommen. Denn der vor einem Jahr von Experten pro-

40 phezeite Deutschland-Boom blieb aus. Nach wie vor ver­bringen 60% der deutschen Urlauber ihre Ferien im Aus-


land. Durch die schmaleren

45 Geldbeutel lautet der Trend jetzt aber überwiegend: näher, kürzer und billiger. Vor allem Sonderangebote sind schnell ausgebucht. Und statt eines

50mehrgängigen Menüs wird jetzt oft nur ein einfaches Ge­richt bestellt.

Größter Auslands-Aussteller auf der ITB sind die USA, die

55fast eine komplette Halle ha­ben. Australien, das im Tou­rismus Zuwachsraten erlebt wie kaum ein anderes Land, zählt zu den Ländern, die sich

60 unter dem Funkturm am mei­sten ausgeweitet haben. Erst­mals in Berlin dabei sind die


Fremdenverkehrsorganisatio­
nen exotischer Urlaubsziele
wie Tonga, Fidschi-Inseln. Sa- 65
moa, Tahiti, Guam und Sim­
babwe. Osteuropa ist ein­
schließlich DDR und Sowjet­
union praktisch komplett ver­
treten. 70
Bedeutsam für die ITB ist auch
der ständig wachsende Anteil
von Geschäftsabschlüssen, die
ausländische Fachbesucher un­
tereinander - etwa zwischen 75
Nord- und Südamerika oder
innerhalb Asiens - tätigen, oh­
ne daß davon der deutsche
Reisemarkt berührt wird.

dpa


 



Hff^lp

 


Zeichnung: Ernst Hürlimann